Ein Ernährungsplan in vier Etappen – einer für jede Jahreszeit
Mit diesem Artikel stoßen wir eine neue Serie an, in der wir uns der Ernährung in unterschiedlichen Lebensphasen widmen. Ein besonderer Fokus gilt dabei der Menopause.
Im Laufe des Jahres werden wir vier Beiträge – einen für jede Jahreszeit – veröffentlichen, in denen Nährstoffe unter die Lupe genommen werden, die besonders wichtig für das allgemeine Wohlbefinden sowie für die Gesundheit von Stoffwechsel und Knochen sind. Zudem spielen sie eine Schlüsselrolle, wenn es um die Vorbeugung von Begleitkrankheiten geht, also etwa von Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder dem Abbau der kognitiven Fähigkeiten, um nur einige zu nennen.
Als erstes Thema greifen wir Omega-3-Fettsäuren auf, also essenzielle Fettsäuren, deren Bedeutung leider sehr häufig unterschätzt wird. Schließlich kommt ihnen vor allem in der Menopause eine zentrale Rolle für die Vorbeugung von Krankheiten und den Schutz der Gesundheit der Frau zu.
Wer ist Dr. Angelica Sagrawa?
Dr. Angelica Sagrawa ist Diätologin und Ernährungswissenschaftlerin und bringt als solche viel Fachwissen und klinische Erfahrung in die Privatklinik St. Anna ein. Sie hat einen Abschluss in Diätologie an der Universität Turin sowie einen Master in Ernährungswissenschaften und Humanernährung und arbeitet unter anderem mit dem Forum Prävention und LILT zusammen.
In der Privatklinik St. Anna in Meran bietet sie
- Individuelle Ernährungspläne
- Ernährungsschulung
- Kontinuierliches Monitoring des Verlaufs
Damit beschäftigt sie sich unter anderem mit Ernährung und Gewichtsreduktion in der Menopause, mit gastrointestinalen Störungen und damit, den Stoffwechsel wieder ins Gleichgewicht zu bringen (Cholesterin, Triglyceride, Blutzucker).
Was sind Omega-3-Fettsäuren? Und warum sind sie so wichtig?
Omega-3-Fettsäuren sind essenzielle „gute“ Fettsäuren. Unser Organismus kann sie nicht selbst produzieren und muss sie daher über die Nahrung aufnehmen.
Die wissenschaftliche Forschung hat in den letzten Jahren gezeigt, in welchen Bereichen Omega-3-Fettsäuren wichtig sind:
- Sie regeln entzündliche Prozesse.
- Sie unterstützen die Gesundheit von Herz und Kreislauf.
- Sie schützen die kognitiven Fähigkeiten.
Omega-3 in der Menopause: Die Vorteile
- (Unter-)Stützung der Knochen
Einer der wichtigsten Aspekte betrifft die Gesundheit unserer Knochen, die in der Menopause besonders empfindlich sind. Mit dem Rückgang des Östrogenspiegels steigt das Risiko für Osteoporose, eine Erkrankung, die mit verminderter Knochendichte und einem höheren Risiko für Knochenbrüche einhergeht.
Omega-3-Fettsäuren tragen dazu bei, dass …
- … der Knochenabbau vermindert wird.
- … die Kalziumaufnahme gefördert wird.
- … Kalziumverluste eingeschränkt werden.
Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren ist demnach eine komplementäre (und nicht etwa eine alternative) zu jener von anderen wichtigen Nährstoffen wie Kalzium und Vitamin D. In jedem Fall ist Omega-3 aber eine wertvolle Unterstützung der Vorbeugung von Krankheiten.
- Vorteile für Stoffwechsel, Herz und Kreislauf
Omega-3-Fettsäuren spielen eine Schlüsselrolle im Stoffwechsel. Sie tragen dazu bei, dass …
- … die Triglyceride gesenkt werden.
- … die Insulinsensitivität verbessert wird.
- … chronischen Entzündungen entgegengewirkt wird.
All diese Effekte tragen wesentlich dazu bei, dass Risiken für Pathologien wie Typ-2-Diabetes oder auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen spürbar gesenkt werden können. Und diese Risiken steigen nach der Menopause deutlich an.
- Geistiges Wohlbefinden
Eine ausreichende Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren wird auch mit der Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten und dem geistigen Wohlbefinden in Verbindung gebracht. So deuten verschiedenste Studien darauf hin, dass Omega-3
- das Gedächtnis unterstützt,
- die Aufmerksamkeit verbessert
- die Stimmung stabilisiert.
All dies ist besonders in einem Lebensabschnitt relevant, in dem sich die kognitiven Fähigkeiten verändern können und sich eine erhöhte Stressanfälligkeit zeigen kann.
Woher kommt Omega-3?
Omega-3-Fettsäuren in die tägliche Ernährung einzubauen, ist einfach. Die wichtigsten Quellen sind:
- Fettfische, also etwa Sardinen, Makrelen, Sardellen oder Lachs
- Nüsse
- Ölsaaten, z. B. Leinsamen, Chia oder Hanf
- Pflanzenöle, beispielsweise Leinöl (vorzugsweise rohes)
- Angereicherte Lebensmittel, etwa bestimmte Eier, Milch oder Joghurt
Wie kann man Omega-3 in die Ernährung einbauen?
Einfache Strategien sind
- zwei bis drei Portionen Fettfisch pro Woche
- Samen oder Nüsse zum Frühstück, als Snack oder in Salaten
- Omega-3-reiche Öle.
Es geht also nicht darum, die gesamte Ernährung auf den Kopf zu stellen, sondern kleine Änderungen anzubringen, die – über die Zeit – einen erheblichen Einfluss auf Ihre Gesundheit haben können.
Ein individueller Zugang zur Ernährung
Die richtige Integration von Omega-3-Fettsäuren ist nur ein Teil eines weit umfassenderen Ansatzes. „Jede Ernährungsstrategie muss maßgeschneidert sein, also nachhaltig und an die individuellen Bedürfnisse angepasst“, erklärt dazu Dr. Sagrawa. Ziel sei nicht nur die Verbesserung klinischer Parameter, sondern die Entwicklung dauerhafter Gewohnheiten, die für langfristiges Wohlbefinden sorgen.
Sollten Sie an einer individuellen Ernährungsberatung interessiert sein, können Sie einen Termin mit Dr. Sagrawa in der Ernährungsambulanz der Privatklinik St. Anna in Meran vereinbaren.
- per E-Mail an clinica@villa-santanna.eu oder
- telefonisch über die Annahme (0473 236480)

