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Von Professor Holzheimer – Facharzt für Sportchirurgie und Medizin.

Sportlerhernie

Sportlerhernien sind oft die Ursache von Leisten-Beschwerden, die in den Oberschenkel ausstrahlen können, bei Sportlern (Fussball, Golf, Tennis, Eishockey, Leichtathletik). Häufig sieht man von außen keine Beule oder Vorwölbung der Leiste. Mit der Ultraschalluntersuchung lässt sich der Defekt, eine Verletzung der Bauchwandmuskulatur, darstellen. Die Ursache des Schmerzes ist meist eine isolierte Einklemmung eines kleinen Astes eines sensiblen Nervenastes in der Vorderwand der Bauchwand – und damit nicht erreichbar für eine laparoskopische Operation (TAPP, TEP). Mit der Ultraschalluntersuchung kann der Defekt vor der Operation lokalisiert werden und über einen kleinen Schnitt in der Vorderwand der Leiste aufgesucht und behoben werden.

In der Sant Anna Klinik in Meran kann das ambulant in örtlicher Betäubung ohne Vollnarkose durchgeführt werden.

Leistenbruch

Der Leistenbruch ist eine Lücke der Bauchwand durch die sich Darm oder Fettgewebe aus dem Bauchraum drücken kann. Meist liegt eine Bindegewebsschwäche und Überlastung (schweres Heben) vor. Nicht jeder Leistenbruch zeigt sich durch eine Beule in der Leiste. Daher sollte immer mit Ultraschall untersucht werden. Vorsicht bei leichtem Ziehen auch wenn es nur gelegentlich auftritt. Ein Leistenbruch macht meist keine Beschwerden – die Ursache dieser Beschwerden mag in der Vorderwand der Bauchwand liegen. Da dies für die Operationstechnik entscheidend ist, sollte dies vor der Entscheidung für eine Operation beachtet werden. Durch einen laparoskopischen Eingriff (TAPP, TEP) lässt sich zwar von innen im Bauchraum die Lücke mit einem großen überlappenden Netz verschließen. Die Ursache von Beschwerden, die durch Veränderungen der Vorderwand verursacht werden, hingegen nicht.

Während bei der laparoskopischen Operation immer ein Netz verwendet werden muss, der Eingriff in Vollnarkose erfolgen muss, kann durch einen kleinen Schnitt in der Leiste bei einem kleinen Defekt dies ohne Netz mit einer Nahttechnik (Shouldice) in örtlicher Betäubung ambulant verschlossen werden. Nach laparoskopischen Eingriffen (TAPP, TEP) kann das Netz wandern. Um dies zu verhindern wird bei dem Eingriff mit Schnitt in der Leiste das Netz, wenn es notwendig ist, sowohl mit der Hinterwand als auch mit der Vorderwand verbunden (Sandwich). Jedenfalls kommt bei der kombinierten Nahtnetztechnik wesentlich weniger Fremdmaterial als bei der laparoskopischen Methode (TAPP, TEP) zum Einsatz.

In der Sant Anna Klinik kann der Eingriff ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt werden.

Nabelbruch

Bei dem Nabelbruch handelt es sich um eine Lücke im Nabel oder oberhalb des Nabels, dessen Ursache ein fehlender Verschluss der Nabelschnur, bzw. Bindegewebsschwäche und erhöhter Druck im Bauchraum bei Übergewicht sein kann. Die Versorgung kann laparoskopisch in Vollnarkose stationär durch Eingehen in den Bauchraum und Aufbringen eines Netzes von innen oder über einen kleinen Schnitt am Unterrand des Nabels in Nahttechnik und/oder kombinierter Nahtnetztechnik plan erfolgen. Die Leitlinien empfehlen die offene Operation mit planem Netz.

In der Sant Anna Klinik kann der Eingriff in örtlicher Betäubung ambulant erfolgen.