Nicht-invasive Untersuchung von Kalkablagerungen in den Herzkranzgefäßen für eine individuellere Vorsorge

Herz-Kreislauf-Erkrankungen können sich über Jahre hinweg entwickeln, ohne erkennbare Symptome zu verursachen. Deshalb kann es für die individuelle Risikobewertung hilfreich sein, frühe Anzeichen einer koronaren Atherosklerose zu erkennen und damit die herkömmliche Einschätzung des Risikos zu ergänzen.

In der Privatklinik St. Anna in Meran steht dafür eine moderne Untersuchung zur Verfügung: eine Herz-CT mit Calcium-Score. Diese schnelle und nicht-invasive Untersuchung ermöglicht es, die Menge an Kalzium in den Herzkranzgefäßen zu bestimmen.

Das Ergebnis wird als Calcium-Score (auch Agatston-Score genannt) angegeben und hilft Ärztin oder Arzt, das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko genauer einzuschätzen.

Was ist der Calcium-Score?

Im Laufe der Zeit können sich in den Herzkranzgefäßen atherosklerotische Plaques bilden, die im Verlauf ihrer Entwicklung verkalken können. Eine Herz-CT mit Calcium-Score erfasst und quantifiziert den Kalkanteil dieser Plaques.

Das Ergebnis wird als Agatston-Score angegeben: Je höher der Wert, desto größer ist die insgesamt in den Herzkranzgefäßen festgestellte Kalkmenge.

Welchen Beitrag leistet der Calcium-Score zur Herz-Kreislauf-Prävantion?

Bei der herkömmlichen Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos werden verschiedene Faktoren berücksichtigt, darunter:

  • Alter und familiäre Vorbelastung
  • Blutdruck
  • Cholesterinwerte
  • Diabetes und Blutzucker
  • Rauchen
  • Körpergewicht und Lebensstil

Diese Faktoren ermöglichen eine Einschätzung des Risikos, zeigen aber nicht unmittelbar, ob schon Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen vorhanden sind.

Der Calcium-Score liefert deshalb einen wichtigen zusätzlichen Baustein: Er ermöglicht es, festzustellen, ob Kalziumablagerungen in den Herzkranzgefäßen vorhanden sind, und trägt dazu bei, das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko genauer einzuschätzen.

Darüber hinaus kann die Untersuchung wichtige Unterschiede zwischen Personen aufzeigen, die – betrachtet man nur die herkömmlichen Risikofaktoren – ein ähnliches Risikoprofil aufweisen.

Für wen ist die Untersuchung angezeigt?

Eine Herz-CT mit Calcium-Score kommt für beschwerdefreie Personen infrage, die einen oder mehrere kardiovaskuläre Risikofaktoren aufweisen oder ihr individuelles Herz-Kreislauf-Risiko besser einschätzen möchten.

Zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen:

  • Familiäre Vorbelastung durch eine frühzeitig auftretende koronare Herzkrankheit
  • Bluthochdruck
  • Erhöhte Cholesterinwerte
  • Diabetes oder andere Stoffwechselstörungen
  • Rauchen
  • Übergewicht oder Adipositas
  • Gleichzeitiges Vorliegen mehrerer Risikofaktoren

Der Calcium-Score hilft Ärztin oder Arzt, das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko genauer einzuschätzen und geeignete Präventionsmaßnahmen gezielter auszuwählen.

Wie läuft die Untersuchung ab?

Der Calcium-Score wird mithilfe einer Herz-CT bestimmt. Dabei erfolgt eine sehr schnelle Aufnahme, die mit der Herzaktivität synchronisiert wird.

Die Untersuchung:

  • ist nicht invasiv,
  • erfordert in der Regel kein Kontrastmittel,
  • dauert nur wenige Minuten und
  • ermöglicht es, die Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen zu messen

Anschließend berechnet die Software den Agatston-Score, den die Ärztin bzw. der Arzt gemeinsam mit den weiteren klinischen Befunden beurteilt.

Wie liest man den Calcium-Score?

Herz-CT mit Calcium-Score: Eine moderne Möglichkeit zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos svg+xml;charset=utf

Wie ergänzt der Calcium-Score die Herz-Kreislauf-Prävention?

Der Calcium-Score ergänzt die anderen Untersuchungsmethoden, die zur Beurteilung des Herz-Kreislauf-Systems eingesetzt werden. Dabei können je nach individuellem Risikoprofil folgende Untersuchungen Teil der Abklärung sein:

  • Kardiologische Untersuchung
  • Elektrokardiogramm (EKG)
  • Belastungs-EKG
  • Farbcodierte Doppler-Echokardiografie (Herzultraschall)
  • Farbcodierte Doppler-Sonografie der hirnversorgenden Halsgefäße
  • Laboruntersuchungen
  • Kontrolle und Beurteilung von Blutdruck, Cholesterinwerten, Blutzucker und weiteren Risikofaktoren

Die Herz-CT mit Calcium-Score liefert eine zusätzliche, besonders hilfreiche Information: Sie ermöglicht die direkte Quantifizierung der Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen.

Die Vorteile einer Herz-CT mit Calcium-Score

Eine Herz-CT mit Calcium-Score bietet mehrere Vorteile:

  • Sie kann Verkalkungen in den Herzkranzgefäßen auch bei beschwerdefreien Personen erkennen.
  • Sie hilft dabei, das individuelle Herz-Kreislauf-Risiko genauer einzuschätzen.
  • Sie kann wichtige Unterschiede zwischen Personen aufzeigen, die scheinbar ähnliche Risikofaktoren aufweisen.
  • Sie ermöglicht eine präzisere und individuellere Gestaltung der Herz-Kreislauf-Prävention.
  • Sie liefert wertvolle Informationen, um – falls nötig – Maßnahmen zur Lebensstiländerung oder eine vorbeugende medikamentöse Behandlung gezielter auszurichten.

Bei der Untersuchung kommen ionisierende Strahlen zum Einsatz, durch spezielle Untersuchungsprotokolle wird die Strahlenexposition aber begrenzt.

Herz-Kreislauf-Prävention in der Privatklinik St. Anna

Die Herz-CT mit Calcium-Score erweitert das Angebot zur Herz-Kreislauf-Prävention in der Privatklinik St. Anna in Meran. Ergänzend zur kardiologischen Untersuchung, zu Ultraschalluntersuchungen und Laboranalysen ermöglicht sie eine objektive Messung der Kalkbelastung in den Herzkranzgefäßen. So liefert sie zusätzliche Informationen, um Präventionsmaßnahmen noch gezielter auf die individuellen Voraussetzungen und das persönliche Risikoprofil abzustimmen.

Vormerkungen

Informationen oder Vormerkungen sind auf folgenden Wegen möglich: